“schatz, du bist doof!”

“du aber noch mehr!”

“du bist aber mindestens zweimal mehr verbedoofter als wenn wie ich!”

*

“du bist ja soo dooof!”

“schatzi, viel viel doof!”

“nee, das stimmt ja gar nicht - du musst das umdrehen.”

“schatzi, doof viel viel…” - ?

irritierter blick meinerseits.

*

kommunikation in der beziehung. jahaaa, ist immer wichtig. fast wichtiger als sex. aber eben nur fast.

rausgestreckte zunge.

die antwort darauf ist eine ebenso herausgestreckte zunge meinerseits, das gesicht zur grimasse verzogen. komische geräusche untermalen diesen moment.

ein lächeln und kichern, es hat gewirkt. die freude. sicher nur über meine kindische, dümmliche art, aber die liebt er ja.

nicht immer alles so ernst nehmen, beziehungsweise so ernst sehen.

“man lebt nur einmal!”

er hat recht, das tut man. und darum darf man (mensch) sich auch mal so geben, wie er/sie es möchte. wir tun dies. ich sicherlich mehr als er. ich denke, das ist legitimiert.

kommunikation. hmmm, wir kommunizieren bestimmt reichlich. und über alles. wir haben uns seltsamer weise immer etwas zu sagen, zu erzählen. uns über etwas auszutauschen.

und zwar echt über alles. fast alles. über einiges spricht man ja doch nicht mit dem partner.

ist doch echt seltsam. so beides. einmal, dass wir über alles reden können, fast alles. und dass menschen, die sich nahe stehen, selten mit miteinander über sich reden. interessant. spocksyndrom. faszinierend…

telefon klingelt. wie immer, wenn wir irgend etwas im fernsehen sehen wollen. meist ist es unser großer, der wieder ein technisches problem mit seinem rechner hat.

telefonische hilfe geleistet. glücklich ist unser großer zwar nicht, aber soweit beruhigt. den problemen werden wir uns noch annehmen - müssen.

kommunikation. nicht doof. und auch gar nicht viel viel.

nur - viel kommunikation. reden. hören. zuhören. helfen. helfen lassen. austauschen.

schluckauf! widerlich, ätzend, anstrengend.

es heisst ja angeblich, da denkt jemand an den betreffenden - betroffenen.

schon zum zweiten mal heute. warum?

“hör doch mal auf!”, sagt er.

zieht mich damit auf, findet es lustig. okay, ich muss auch lachen. wie war das mit dem todernsten leben? gibt’s nicht, nur selten.

warum sollten wir uns das leben auch künstlich schwerer gestalten als es manchmal ohnehin schon ist? eben, gar nicht.

dass es mir nicht schlecht geht, sehe ich grad an der sendung “raus aus den schulden” - ein fall, wie er schlimmer schon gar nicht sein kann. aber zweifel am sozialstaat bleibt. wird es wohl immer.

wie war es mit der kommunikation? die würde vieles vereinfachen, stattdessen haben wir unsere geliebten formulare und das beschissene beamtendeutsch. wie freundlich, wie menschlisch.

aber das wieder mal beiseite. regt eh nur auf. und wozu künstlich aufregen? bringt ja nix.

mehr bringt - wer hätte es gedacht - kommunikation.

da hatte ich mich ja auch mal irgendwann zu geäußert. da, wo menschen aufeinander treffen und miteinander reden, ihre standpunkte vertreten. aber die meinung des anderen erst gar nicht gelten lassen. lieber aufeinander kloppen.

den schädel haben wir uns zum glück noch nicht eingeschlagen. ist bei uns auch nicht nötig.

es gibt nur eines, wovor ich mich fürchte: vor dem fehlen von kommunikation.

doof viel viel.