buch/bücher über das schreiben

eigentlich will ich hier genauer gesagt drei bücher eines autors vorstellen.

und zwar sind es folgende drei werke von james n. frey:

* wie man einen verdammt guten roman schreibt 1
erschienen: märz 2002 bei: emons verlag
ISBN-10: 3-924491-32-1

* wie man einen verdammt guten roman schreibt 2
erschienen: september 1998 bei: emons verlag
ISBN-10: 3-89705-128-1

* the key - wie verdammt gute romane noch besser werden
erschienen: juni 2001, bei: emons verlag
ISBN-10: 3-89705-210-5

james n. frey benutzt in allen drei büchern eine sehr leicht verständliche sprache und arbeitet mit ausgezeichneten sprachbildern, die das nachvollziehen der vorgestellten “regeln” und “tipps” einfach machen. der stil ist dabei locker und lässig. er unterhält sich mit dem interessierten schreiber so wie mit einem kumpel. dies war zumindest mein eindruck, und damit wird auch die materie — das schreiben von fiktiver literatur — leicht verdaulich. wer auch nur eines der bücher gelesen hat, will am besten sofort selbst drauflos schreiben, denn er weckt recht schnell die motivation.

es ist auch zu empfehlen, diese drei bücher in der genannten reihenfolge zu lesen. dagegen weniger zwingend ist es, sie alle lesen zu müssen. aber definitiv empfehlenswert. denn nach der lektüre dieser trilogie ist eigentlich fast jeder halbwegs begabte mensch mit einem händchen zum verfassen von worten in der lage, — wie frey selbst es schon in den titeln andeutet — verdammt gute romane zu schreiben.

die bücher sind dabei zwar nicht unbedingt als aufbaureihe an sich zu verstehen, aber wer mit teil zwei der verdammt guten romane anfängt, dem fehlt sicher etwas. und “the key” setzt ebenfalls schon gewisses grundwissen voraus.

weniger geeignet ist es dagen für jene, die mehr fachliteratur verfassen will. auch beim letzten teil — the key — wird es spezieller, denn hier geht die richtung in mythos und helden, also literatur, die wie die alten sagen der antike aufgebaut sind (nicht sprachlich, aber inhaltlich). der schlüssel hierbei ist, genau das alles zu verarbeiten, was die menschheit schon immer an geschichten und mythen fasziniert hat, zu gut neudeutsch also, geschichten, die einen “catchen” (fangen).

ich hoffe, dass ich damit euch eine gute empfehlung geben konnte. denn: romane, nein, verdammt gute romane schreibt man nicht einfach so, dazu sollte und muss schon das nötige wissen und werkzeug vorhanden sein!

dies ist zudem ein beitrag für die blogparade “Die besten Bücher über das Schreiben” [link 2] (via blog-parade.de)

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es heißt, …

Es heißt er habe sich gewaltsam aus dem Gerichtssaal entfernt. Da dürfte mindestens eine Nötigung vorliegen.

quelle: kommentar 24 von “strafverfolger” auf law blog — hervorhebung von mir.

daraufhin meinte ich im nachfolgendem kommentar (#25) nur, dass ich ja solche sätze liebe.[1]

nur irgendwie fühlte sich der autor dieses satzes wohl leicht auf den schlips getreten, oder wie darf ich solch eine antwort werten?

kommentar #43:

@25: Wenn ein korrekt gebrauchter Konjunktiv für dich schon “Amtsdeutsch” ist, solltest du vielleicht doch noch anfangen für den zweiten Band “Deutsch für Hauptschüler” zu sparen.

ich glaube kaum, dass mir hier der konjunktiv sorge bereitete, selbst als tatsache im indikativ formuliert, lässt den satz nicht schöner klingen, wenngleich es schon ein euphemismus ist.[2]

worauf es mir eher ankam, war die formulierung “gewaltsam entfernen”. für flüchten. sicher ist der angeklagte nicht friedlich durch den saal geschlendert, hat noch allen anwesenden freundlich zugewunken und ist dann in unbekannte regionen entschwunden. wäre wohl auch noch schöner.

nur warum muss mensch statt “flüchten” nun “gewaltsam entfernen” sagen? durch die konstruktion sich gewaltsam entfernen liegt es nahe, dass er nicht entführt wurde, sondern selbst bestrebt war, nicht mehr da sein zu wollen. inwiefern dies gewaltsam vonstatten ging, obliegt dann wieder wohl der definition in irgendwelchen gesetzesbüchern und sonstigen in für den laien unverständlichen amts-/behördendeutschen formulierungen und erklärungen.

ich habe ja nie behauptet, der satz sei faktisch falsch oder zumindest nicht ausreichend korrekt wiedergegeben. den veritablen sinn stelle ich auch gar nicht in frage.

aber: muss solche sprache im alltag sein? und hauptschüler damit zu diffamieren, sie würden das nicht verstehen, finde ich schon recht dreist.

mensch wird doch wohl mal stutzig werden dürfen, oder halt schmunzeln — was ja bei mir der fall war. wäre ich comiczeichner/karrikaturist, ich zeichnete wohl vortreffliche cartoons zu sich gewaltsam entfernen

damit sei meine kenntnis des konjunktivs wohl hinreichend belegt.

die hochgestochene sprache des autors in diesem beitrag ist kein indiz darauf, dass er sich persönlich angegriffen fühlte und sich hierdurch mit einem arroganten tonfall rechtfertigen möchte. vielmehr soll die hier verwendete sprache zum ausdruck bringen, dass der urheber sehr wohl mit sprache umgehen kann, auch — und das soll nicht verschwiegen bleiben — unter zuhilfenahme von nachschlagewerken. es sei wohl immer besser, sich zu vergewissern anstatt unwissenheit mit falsch verwendeten wörtern zu überspielen. gegendarstellungen können in den kommentaren hinterlassen werden, sofern sie sich auf einem akzeptablen niveau bewegen.


fußnoten:
  1. das fehlende komma wollte ich erst gar nicht anmerken, der mensch ist durchaus in der lage, kleine und für die sinnerfassung unerhebliche fehler zu ignorieren und gedanklich zu korrigieren. []
  2. den imperativ lassen wir mal außen vor, denn der klingt wohl ein wenig komisch: “entferne dich gewaltsam!” []

heiliger fruchtsalat! (wie prägnant)

so lautet auch die übersetzung des blogs, welches ich hier teilweise mal vorstellen möchte:

holy fruit salad! (autorin creezy) hat eine kleine aber feine kategorie für typographisches.[1] dort findet ihr zwar erst drei artikel, aber dafür sehr schöne.

ich liste mal die links zu allem hier auf, damit ihr schnell dorthin kommt wohin ihr wollt:

nebenbei möchte ich aber auch noch jemand anderen vorstellen, der sich ebenfalls mit typographischen und webdesignthemen beschäftigt: unter http://praegnanz.de/essays/ findet ihr viele artikel, die sehr lesenswert sind, ebenso werden auch schrift(typen) vorgestellt.


fußnoten:
  1. ich weigere mich strikt, das “ph” aussterben zu lassen, da mich meine eltern mit einem vornamen beehrt haben, der es selbst wie ein banner trägt! bin quasi ein ph-freiheitskämpfer. genauso wie mit dem “ß”, das find ich schön. []
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schreib block adé!

die karrierebibel gibt drei nützliche tipps, wie mensch eine schreibblockade überwinden kann.

diese tipps richten sich zwar eher an geschäftliche korrespondenz, sind aber in gewisser weise sogar recht allgemeingültig wie ich finde.

>>> hier gehts lang zum lesen…

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leseempfehlung: Teufel und Engel (JR)

ich habe hier eine kleine perle im großen sumpf der digitalen literatur ausfindig gemacht.

doch ein hinweis vorweg!

es handelt sich um eine kleine geschichte mit schwulem inhalt, auch werden sexuelle handlungen beschrieben, aber auf eine nicht aufdringliche art und weise, sprich: es handelt sich nicht um pornographie.[1]

eher ist es eine geschichte von zwei menschen — jungen[2] –, die sich begegnen und langsam aber sicher zueinander finden. und auch sich selbst finden. natürlich darf da die erotische seite nicht fehlen, doch vielmehr steht die liebe im vordergrund.

wie der titel schon andeutet, geht es um einen teufel und einen engel. genauer gesagt, sind das die nachnahmen der protagonisten dieser erzählung.

inhaltlich will ich gar nicht zuviel weg nehmen, da es sich wirklich lohnt, die geschichte zu lesen ohne vorher genau zu wissen, worum es geht.

nur einiges sei schon gesagt:

der eine lebt mehr oder minder offen schwul, hat auch eine bilderbuchfamilie, die überhaupt kein problem mit seiner sexuellen vorliebe hat. der vater ist polizist und versucht auch, seinen sohn dahingehend zu erziehen, vorurteilsfrei anderen menschen gegenüberzustehen. der sohn ist aber auch ein rumtreiber und sex steht bei ihm ganz oben auf der liste, nur die große liebe hat er nicht gefunden — bisher…

„Na ja, wer erst um kurz nach vier das Haus betritt, muss halt auch mit vier Stunden Schlaf auskommen“, antwortete er.

„Ich will gar nicht wissen, was er so die ganze Nacht getrieben hat“, murmelte meine Mum. Ich persönlich hörte nur das Wort „getrieben“, verschluckte mich mal wieder an meinem Kakao und lief leicht rosa an.

„Ich glaube, Christine, mit dem Wort ‘getrieben’ liegst du nicht so weit daneben und ich erinnere dich mal an unsere Jugend, was wir so bis zum frühen Morgen gemacht haben“, hörte ich ihn sagen, wobei er das Wort „gemacht“ komisch aussprach. Das führte zu zweierlei Reaktionen. Ich war schlagartig wach, denn eindeutiger konnte mir mein Vater nicht klarmachen, dass er sich durchaus vorstellen konnte, was ich so trieb. Und meine Mutter lief leicht rosa an. Sollte ich das Thema weiterverfolgen? Neeee, meine Eltern und Sex – das konnte ich mir nun wirklich nicht vorstellen!

„Meine liebe Frau, schau dir mal das entsetzte Gesicht unseres Sohnes an, der glaubt doch wirklich, wir hätten ihn im Reagenzglas gezeugt“, nahm mein Paps kein Blatt vor den Mund. Damit wäre die Frage auch geklärt, warum ich meine Eltern nie anlüge, weil mein Vater mit schlafwandlerischer Sicherheit alles durchschaute und in mir wie einem offenen Buch lesen konnte – da sagte ich in manchen Situationen lieber gar nichts. Meine Mutter hatte sich gefangen und hieb in dieselbe Kerbe.

„Ja, mein lieber Sohn, du wurdest in Liebe gezeugt“, flötete sie mir zu. Ich war sprachlos und mein Gesicht musste Bände sprechen, denn meine lieben Eltern brachen in schallendes Gelächter aus. Hier musste ich wieder elegant die Kurve kriegen!

„Paps, wo wolltest du mit mir heute Nachmittag hin?“, fragte ich unverfänglich mit mehreren Hintergedanken.

1. Das Thema Elternsex umgehend verlassen und

2. meinen Vater das aussprechen lassen, was er mir vorhin so verklausuliert mitteilen wollte.

anders sieht es da schon mit dem anderen helden aus. er ist sich von anfang an nicht bewusst, ob er denn schwul ist, eher wirkt und lebt er wie der typische hetero. seine familienverhältnisse sind stark zerrüttet, seine mutter alkoholabhängig und richtig fies zu ihrem sohn. dieser schlägt sich auch gern und hat auch sonst schon eine kleine akte angehäuft.

So ein beschissener Tag! Ich saß hier in dem verdammten Bullenwagen und hatte keine Ahnung, warum!

Okay, der Typ auf dem Rummel sah nun noch schlechter aus als vorhin, wozu es eigentlich keiner großen Anstrengung bedurft hätte, jedoch ER hatte angefangen, meine Kirsche anzubaggern.

[...]

Fuck!

Die Alte holte mich nie aus dem Knast. Egal, irgendwie würde ich das schon deichseln, hatte ich bisher immer hinbekommen. Vorsichtig tastete ich nach meinem Auge. Na toll, das würde ein beschissenes Veilchen werden und somit wieder zu Fragen führen.

und wie sollte es auch anders sein: auf der einen seite der polizistensohn, auf der anderen der “kleinkriminelle” — ergo: früher oder später muss man aufeinander treffen. so nimmt denn auch die handlung mehr und mehr ihren lauf.

die liebe zweier menschen steht hierbei im vordergrund, aber auch andere tragische elemente sind vorhanden, die die erzählung noch spannender und interessanter gestalten.

der text liest sich gut und flüssig. die geschichte ist auch nicht allzu lang, eben eine kurzgeschichte. wenn ich einen band mit solchen erzählungen zusammen stellen dürfte, wäre dieser sicher dabei.

wie fast typisch für die sogenannte schwule literatur ist die erzählweise, alles ist in der ich-perspektive gehalten, erzähler sind demnach die beiden protagonisten. dadurch wird es auch aufgelockert und der leser erhält so mehr einblick in die gesamte geschichte, da zumindest zwei sichtweisen beleuchtet werden. eine form in der dritten person wäre hierbei aber auch gut gewesen, da man so auch die nebencharaktere hätte besser zeichnen können, so bleibt es dabei, dass das gesprochene reichen muss. ich fand zum beispiel auch den polizistenvater sehr interessant und hätte ihn mir zumindest als zwischenerzähler gut vorstellen können.

interessant ist auch, dass die handlung von beiden parallel erzählt wird, sprich: der leser springt beim wechsel zwar immer erst zurück an den jeweiligen anfangspunkt des vorhergehenden, dennoch wird es dadurch nicht langweilig, weil man so immer den hintergrund für gesagtes und getanes beider versteht.

wie ihr seht, birgt die geschichte viel potenzial, und ich meine, dass der autor hieraus auch noch eine etwas längere hätte machen können, ein kleiner roman wäre schon möglich.

ich möchte auch anmerken, dass es sich zwar nicht um eine liebesschnulze handelt, aber dennoch genügend schmalz vorhanden ist — ich gebe es zu, an einigen stellen konnte sich das wasser kaum zurückhalten, so bildlich waren manche passagen. zu den erotischen parts spare ich mir mal einen kommentar. nur so viel: schwule leser mit einem mindestmaß an phantasie kommen auf ihre kosten.

zu dem titel: ich will auch hier wieder nicht zu viel verraten, aber der spruch “nomen est omen” trifft niemals immer zu. denn gerade das gegensätzliche in der geschichte macht die atmosphäre aus.

„Komm her, meine Wollmütze“, lächelte er mich spitzbübisch an.

.


fußnoten:
  1. wer solche art von geschichten nicht mag, sollte sie einfach nicht lesen! ich übernehme keine haftung für eventuelle schäden an leib und seele! []
  2. ”männer” wäre hier wohl zu dick aufgetragen, sie sind ja erst zarte siebzehn jahre alt []
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das zen des bloggens - ebook

jetzt ist das ebook “das zen des bloggens” auch hier zu haben!

viel spaß beim lesen, empfehlen und weiterschicken!!!

die datei: das zen des bloggens (pdf)

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das zen des bloggens

gerade habe ich auf dem UPLOAD-magazin ein schönes dokument gefunden…

es heisst wie im titel dieses beitrags das zen des bloggens (original: the zen of blogging), geschrieben von hunter nuttal.

ihr könnt das e-book auf deutsch bei UPLOAD beziehen, das original (in englisch) auf der autorenseite.

ich werde es mir selbst auch zu gemüte führen, denn ich hoffe ja, dass da noch sehr wertvolle tipps zum bloggen und schreiben drin stehen. mit 23 seiten und einer größe von rund 368 kb ist es schon einmal schön knackig. (23 ist ja eine schöne zahl… ;o)

demnächst werde ich es auch hier anbieten, da es ja gerne verteilt und verschickt werden soll.

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schatzi doof viel viel

“schatz, du bist doof!”

“du aber noch mehr!”

“du bist aber mindestens zweimal mehr verbedoofter als wenn wie ich!”

*

“du bist ja soo dooof!”

“schatzi, viel viel doof!”

“nee, das stimmt ja gar nicht - du musst das umdrehen.”

“schatzi, doof viel viel…” - ?

irritierter blick meinerseits.

*

kommunikation in der beziehung. jahaaa, ist immer wichtig. fast wichtiger als sex. aber eben nur fast.

rausgestreckte zunge.

die antwort darauf ist eine ebenso herausgestreckte zunge meinerseits, das gesicht zur grimasse verzogen. komische geräusche untermalen diesen moment.

ein lächeln und kichern, es hat gewirkt. die freude. sicher nur über meine kindische, dümmliche art, aber die liebt er ja.

nicht immer alles so ernst nehmen, beziehungsweise so ernst sehen.

“man lebt nur einmal!”

er hat recht, das tut man. und darum darf man (mensch) sich auch mal so geben, wie er/sie es möchte. wir tun dies. ich sicherlich mehr als er. ich denke, das ist legitimiert.

kommunikation. hmmm, wir kommunizieren bestimmt reichlich. und über alles. wir haben uns seltsamer weise immer etwas zu sagen, zu erzählen. uns über etwas auszutauschen.

und zwar echt über alles. fast alles. über einiges spricht man ja doch nicht mit dem partner.

ist doch echt seltsam. so beides. einmal, dass wir über alles reden können, fast alles. und dass menschen, die sich nahe stehen, selten mit miteinander über sich reden. interessant. spocksyndrom. faszinierend…

telefon klingelt. wie immer, wenn wir irgend etwas im fernsehen sehen wollen. meist ist es unser großer, der wieder ein technisches problem mit seinem rechner hat.

telefonische hilfe geleistet. glücklich ist unser großer zwar nicht, aber soweit beruhigt. den problemen werden wir uns noch annehmen - müssen.

kommunikation. nicht doof. und auch gar nicht viel viel.

nur - viel kommunikation. reden. hören. zuhören. helfen. helfen lassen. austauschen.

schluckauf! widerlich, ätzend, anstrengend.

es heisst ja angeblich, da denkt jemand an den betreffenden - betroffenen.

schon zum zweiten mal heute. warum?

“hör doch mal auf!”, sagt er.

zieht mich damit auf, findet es lustig. okay, ich muss auch lachen. wie war das mit dem todernsten leben? gibt’s nicht, nur selten.

warum sollten wir uns das leben auch künstlich schwerer gestalten als es manchmal ohnehin schon ist? eben, gar nicht.

dass es mir nicht schlecht geht, sehe ich grad an der sendung “raus aus den schulden” - ein fall, wie er schlimmer schon gar nicht sein kann. aber zweifel am sozialstaat bleibt. wird es wohl immer.

wie war es mit der kommunikation? die würde vieles vereinfachen, stattdessen haben wir unsere geliebten formulare und das beschissene beamtendeutsch. wie freundlich, wie menschlisch.

aber das wieder mal beiseite. regt eh nur auf. und wozu künstlich aufregen? bringt ja nix.

mehr bringt - wer hätte es gedacht - kommunikation.

da hatte ich mich ja auch mal irgendwann zu geäußert. da, wo menschen aufeinander treffen und miteinander reden, ihre standpunkte vertreten. aber die meinung des anderen erst gar nicht gelten lassen. lieber aufeinander kloppen.

den schädel haben wir uns zum glück noch nicht eingeschlagen. ist bei uns auch nicht nötig.

es gibt nur eines, wovor ich mich fürchte: vor dem fehlen von kommunikation.

doof viel viel.

blogging- und schreibtipps

dies ist hier nun ein zusammengefasster artikel von den beiden teilen auf emblog ([1], [2]).


inhalt:

  • wie kommt mensch überhaupt zu themen
  • wie finde ich neue themen und wie behandle ich schwierige themen
  • wie halte ich meinen schreibfluss am laufen

mal meine persönliche strategie, wie ich zu themen komme, damit der strom des schreibens nicht abreisst.

eine grundposition der nichtschreiber war ja, dass sie nicht wüssten worüber sie schreiben sollen. gehen wir also mal von jemandem wie mir aus, der eh keine klare linie beim schreiben hat und über alles und jeden schreibt, was ihm in die finger kommt. ob es immer ratsam für blogs ist, soll hier vernachlässigt sein. ich bin der meinung, dass man “erfolgreich sein” kann, auch ohne mit einem roten faden durch die welt zu wandern. da kann man sich eh auch verfusseln.

mich interessiert das schreiben von je her, schon in der schule war ich bekannt dafür, dass ich in lyrik und prosa bewandert bin, nicht geschichtlich, sondern als aktiver schreiber. ich habe selbst nur ein einziges buch über schreiben im regal, aber das reicht. denn die autorin gibt gute tipps, die man immer gebrauchen kann. und irgendwo wuseln auch noch ebooks rum, die nochmals ratschläge geben.

ein paar quintessenzen davon sind:

  • schreiben! und immer wieder schreiben. wichtig ist, dass man sich nicht davon abhalten lässt. keine gründe vorschiebt, die einen davon abhalten. das ist wichtig, wenn man auch nicht gleich darauf kommt. kurz: schreibt, was das zeug hält. für blogs: schreibt, aber veröffentlich es nicht gleich, wenn ihr das gefühl habt, dass es wirklich mies sein sollte. besser ist es aber noch, ihr schreibt offen, um ggf. auch feedback zu bekommen. wenn ihr kritik erhaltet, wisst ihr, was ihr anders machen könnt, sofern es sinnvoll ist. am anfang ist die schreibe nicht perfekt, keiner wird geboren und kann gleich alles in perfektion, mensch muss dran pfeilen. immer, und immer wieder. und schreiben. nervt es schon? ja? okay, dann ist es nix für euch, denn ihr MÜSST schreiben. sonst wird es nix.
  • worüber schreibe ich denn?
    1. beim nichtbloggen war die strategie, in der welt, der zeitung, den medien - einfach überall - nach themen zu suchen. der alltag birgt viel potenzial. glaubt es ruhig. ihr müsst die augen aufmachen! immer und überall! vor allem immer! genauso wie schreiben. zwischenstand: schreiben und augen offenhalten!
    2. themenliste anlegen, notizbuch führen. warum? weil ihr sicher nicht immer und überall gleich über alles schreiben könnt. wenn ihr zB im café seid, habt ihr sicher nicht immer euer werkzeug zur hand. aber n notizbuch kann mensch immer bei sich tragen (den stift nicht vergessen!).
    3. absurde überschriften erstellen. klingt seltsam, fördert aber ungemein die kreativität. ich habe auf meinem schreibtisch ein blatt mit einer liste solcher absurden themen. als beispiel nehmt ihr einfach mal eine zeitung und schreibt euch schlagzeilen raus. nun kombiniert ihr teile davon. und möglichst verschiedene themen, die nix miteinander zu tun haben. wenn ihr das habt, solltet ihr auch überlegen, was da für ein beitrag zu stehen könnte. schreibt einen beitrag dazu. (den müsst ihr natürlich nicht unbedingt veröffentlichen, es sei denn, eurer blog soll sich speziell mit solchen absurditäten beschäftigen - kann auch interessant sein).
  • lesen!!! sicher, wer nicht liest, weiß auch nicht, wie er schreiben soll. nungut, dies sollte eigentlich für jeden, der sich im www bewegt und nicht nur spiele dabei sucht, eine selbstverständlichkeit sein. aber ich habe schon mehrfach gehört, dass zB viele bekannte keine lust haben, bücher zu lesen, aber sich stundenlang im netz aufhalten, lesen und chatten - wie geht das? was ist denn am buch so “anstrengend”? nunja, wenn also gedrucktes nix ist, dann lest halt online, aber macht es!

zusammenfassend kann man sagen, dass es eigentlich nicht schwer ist. ich weiß, die punkte da oben sind sicher nicht ausführlich genug. und ich könnte auch noch weitere punkte anführen. aber das soll erst einmal reichen.
schlussendlich ist es so: lest! haltet die augen offen! schreibt!

schöne formel, wie ich finde. packt euch ggf. einen gelben zettel an den monitor mit genau dieser formel. vielleicht hilft es euch ja.

diesmal für die themenspezifischeren blogs / fachblogs. hier bin ich zwar nicht der fachmann schlechthin, aber wenn ich immer über ein gewisses thema bloggen wollte und nicht immer weiß, wie ich das anstellen sollte… dann würde ich vielleicht so vorgehen:

  • ich habe ein thema. gut. sehr gut sogar. denn: ich habe schon mal eine klare linie, die ich durchziehen kann. ich merke, wenn ich vom pfad abkomme, wenn ich also von meinem eigentlichen thema abweiche. will ich ja nicht, bin ja n fachdingensschreiber. also stellt sich mir schon mal nicht die frage, worüber ich heute und morgen schreibe, das weiß ich ja schon.

  • nun ist es ja von thema zu thema unterschiedlich, wie gut ich dauerhaft immer was schreiben kann. gute themen sind ja immer die, wo sich viel tut. beispielsweise internet, technik, politik, etc. pp. hier werden wohl auch kaum probleme auftauchen. solltest du doch probleme haben, lies dir einfach nochmal meinen beitrag zu dem allgemeinen schreiben durch. wichtiger punkt dort: augen aufhalten! gerade bei themen, die im hier und jetzt angesiedelt sind, passiert ständig etwas. wähle nun einfach das aus, was dir passt, worüber du schreiben willst. bist du n handyfreak? dann schreibe über die neuheiten, viele interessieren sich dafür. hast du außerdem das nötige kleingeld? dann kannst du ja sogar die teile testen, umso besser für dich - und auch für deine leser. was da für probleme auftauchen können, kannst du zB am beispiel des probefahrer-blogs (via robert basic) sehen. wenn du also ein kostspieliges thema gewählt hast, überlege, ob du das lange durchziehen kannst. denn nichts ist bestimmt schlimmer als lange durststrecken in einem blog, weil die finanziellen mittel fehlen. die leser werden abwandern und so schnell nicht wiederkommen…

  • du hast ein thema, wo nicht ständig etwas passiert? nix aktuelles? scheiße, wa? was macht man da? man “erfindet” themen, also schreibt beiträge, wenngleich sie keinen aktuellen bezug haben. vielleicht bist du dann auch der/diejenige, der/die das thema erst wieder aktuell macht. warum sollte das nicht so sein? gerade im internet fällt mir auf, dass ein gedanke schnell zu einen meme wird, welches sich wie ein lauffeuer verbreitet. wer da der initiator ist, kann manchmal gar nicht mehr so genau bestimmt werden (wenn es nicht gerade durch ein bekanntes medium in umlauf gebracht wurde). habe nicht die hoffnung, dass es immer passiert. bei nischenblogs sollte mensch sich eh mehr auf stammleser konzentrieren, eine gemeinschaft bilden, die zusammenhält. die massen wirst du nicht erreichen, aber das ist dann auch nicht dein ziel. dein erfolgserlebnis wird woanders zu finden sein. du wirst das schon merken. nur nicht vergessen: du musst schreiben! sonst verlierst du auch die wenigen leser, die du dir erst mühsam erarbeitet hast. du willst doch auch gelesen werden, oder? sicher, nischenblogs müssen sicher nicht täglich etwas produzieren, aber wo da der regelmäßige turnus liegt, musst du schon selbst herausfinden.

  • du hast ein ganz schwieriges thema. sowas wie “ich stricke rosa söckchen mit grünen herzchen, und zwar aus selbst gespindelter weizengraswolle”. sicher, da wirst du weltweit vielleicht 100 weitere finden, als deutschsprachiger blogger dann nur noch 2 weitere, davon ist eine potenzielle leserin eine renterin im altersheim ohne internetzugang. was machst du nun? ich würde empfehlen, das thema nicht zu extrem spezifisch zu gestalten. oder aber du machst folgendes…

    du schreibst über stricken, über socken, über alternative stoffe und naturfaserwolle, über farben und kombinationen zueinander, tragekomfort, darüber, wo du was wie beziehen kannst, wie du selbst deine materialien herstellst und so weiter und so fort. schon hast du dein themenblog, wo du zwar auch über deine spezielle vorliebe schreibst, aber eben auch bereiche berührst, die auch andere interessieren könnte. und du hast einen anhaltspunkt, worüber du denn schreiben sollst. deine rosafarbenen socken würden dir sicher nicht lange genug den stoff zum schreiben bieten, so hast du aber n ganzen sack voll woll… ähm themenschwerpunkte, die du genüsslich abgrasen kannst… und ich denke, dass kann man mit so ziemlich jedem speziellen hobby machen.

allgemein gesagt: untersuche dein thema. schaue, aus welchen bereichen das thema besteht. was musst du alles tun, um darüber zu schreiben? wen will ich erreichen? wie viele will ich erreichen? schreibe ich doch nur für mich, oder will ich anderen damit auch etwas zurückgeben? wie viel aufwand erfordert das thema? (zB finanzen, zeit, eigenleistung nebst schreiben.)

und wieder das postit an den monitor: lesen! augen auf! schreiben!

weiterhin: verliere nicht deine motivation. mache dir immer wieder lust zum schreiben!


linktipps zum schreiben und allgemein zum strukturierten arbeiten (was beim schreiben ja ebenso hilft):

(weitere linktipps nehme ich gerne via kommentare entgegen, die liste wird dann ggf. erweitert)

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willkommen!

die schreibstube hat heute ihre pforten geöffnet!